Der Erbschein: Alles Wissenswerte und die besten Tipps vom Anwalt

Der Erbschein ist ein Zeugnis über das dem Erben zustehende Erbrecht bzw. ein Zeugnis über die Größe des Erbteils oder über die erbrechtlichen Verhältnisse zu einem bestimmten Zeitpunkt. Erfahren Sie in diesem Beitrag alles Wissenswerte zum Erbschein.

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1. Was ist ein Erbschein?

Konkret beinhaltet ein Erbschein die Information, wer überhaupt Erbe ist und bei mehreren Erben, welchem Erben welcher Erbanteil zusteht.

Ein Erbschein beinhaltet die Information, wer überhaupt Erbe ist und bei mehreren Erben, welchem Erben welcher Erbanteil zusteht.

Ein Erbschein beinhaltet die Information, wer überhaupt Erbe ist und bei mehreren Erben, welchem Erben welcher Erbanteil zusteht. Wenn Sie professionelle Hilfe benötigen erreichen Sie uns unter ☎ 030 / 31 01 80 800.

Im Falle der Miterbschaft kann eine besondere Form des Erbscheins beantragt werden, der Teilerbschein oder der gemeinschaftliche Erbschein. Erfasst ist auch die Nacherbschaft, demnach unter welchen Voraussetzungen die Nacherbfolge eintritt und wer als Nacherbe berufen ist.

Ist durch den Erblasser ein Testamentsvollstrecker ernannt, so muss diese Tatsache auch in den Erbschein aufgenommen werden. Hierüber hinausgehende Angaben sind unzulässig.

Zu den unzulässigen Informationen zählen Pflichtteilsrechte, Vermächtnisse oder einzelne Nachlassgegenstände. Der Erbschein bezieht sich nämlich grundsätzlich immer auf den gesamten Nachlass.

Beachtet werden muss, dass die Erteilung eines Erbscheins keine rechtskräftige Entscheidung über das Erbrecht ist. Lediglich durch Feststellungsklage kann verbindlich über das tatsächliche Erbrecht entschieden werden.

Durch die Existenz des Erbscheins wird vermutet, dass dem dort angegebenen Erben tatsächlich das angegebene Erbrecht in der Art und Weise zusteht und er nicht weiter beschränkt ist.

Dem Erbschein kommt daher die Vermutung der Richtigkeit und Vollständigkeit zu. Er gilt quasi als ein amtliches Zeugnis, auf welches sich der Rechtsverkehr verlassen darf und auch können muss.

Hiermit einher geht aber auch die Gefahr, dass alle Verfügungen, die der angebliche Erbe mit Hilfe eines auf ihn lautenden Erbscheins tätigt, auch wirksam sind und bleiben. Dadurch können Gegenstände und Forderungen von anderen gutgläubig erworben werden.

Der Erwerber wird beim gutgläubigen Erwerb so gestellt, als habe er vom wahren Erben etwas erworben. Einerseits mag man hierin eine Ungerechtigkeit sehen, da der gutgläubige Erwerber durch diese Regelung stark bevorteilt wird.

Andererseits sichert diese Wirkung des Erbscheins aber das Verkehrsleben ab. Außerdem ist dieses System besonders praktikabel. Es macht es unnötig, in jedem einzelnen Fall die Gesamtrechtsnachfolge eines Erbens erneut aufwändig zu prüfen und feststellen zu müssen.

2. Wozu braucht man einen Erbschein?

Der Erbschein dient dem Nachweis des Erbrechts einer Person gegenüber Privatpersonen, Behörden und Gerichten. Eine grundsätzliche Plicht zur Vorlage eines Erbscheins sieht das Recht in keiner Weise vor.

Es können sich jedoch aus bestimmten Gesetzen strengere Anforderungen an den allgemeinen Nachweis des Erbrechts ergeben, so beispielsweise aus der Grundbuchordnung. Hier reicht nämlich  z.B. ein handschriftliches Testament ohne notarielle Beurkundung nicht aus.

Sollten Sie hierbei Schwierigkeiten haben, so wenden Sie sich gerne an uns unter 030/310180800. Wir unterstützen Sie bei der Nachlassverwaltung und prüfen alle nötigen Anforderungen, die sich an Ihr Vorhaben stellen.

Auch wenn der Erbschein nicht bestimmt, wem tatsächlich ein Erbrecht zusteht, so wird jedoch durch ihn vermutet, dass die Person, auf die der Erbschein lautet, wirklich Erbe ist. Außerdem wird dadurch angenommen, dass keine im Erbschein nicht genannten Verfügungsbeschränkungen bestehen.

Daraus folgt, dass das Vorzeigen eines Erbscheins das tatsächlich fehlende Erbrecht ersetzen kann, wenn das Gegenüber die wahre Lage nicht kennt. Anderseits kann der Erbschein nicht die fehlende Zugehörigkeit eines Gegenstandes zum Nachlass ersetzen.

Schutz genießt lediglich der rechtsgeschäftliche Erwerb. Diese sog. Publizitätswirkung endet erst, wenn das Gericht den Erbschein wieder einzieht oder für kraftlos erklärt. Dies wird es tun, wenn der Erbschein unrichtig ist, da die nötigen Erfordernisse für die Herausgabe schon nicht vorlagen oder nachträglich entfallen sind. Ist dies der Fall, so kann der tatsächliche Erbe die Herausgabe des Erbscheins an das Nachlassgericht verlangen.

Bedenken Sie: Im Bankverkehr verlangen Banken oft die Vorlage eines Erbscheins vom Erben, wenn dieser die Bankkonten eines verstorbenen Kontoinhabers umschreiben will. Diese Praxis ist jedoch nicht rechtmäßig.

Vielmehr müssen Banken auch die Vorlage eines beglaubigten Testaments oder eines Erbvertrags akzeptieren. Ausnahmen können sich nur für besondere Fallkonstellationen ergeben, wenn die Rechtslage in besonderem Maße unklar ist. Im Grundsatz soll jedoch im täglichen Leben den Interessen der Erben nachgekommen werden. Das bedeutet, der Nachlass soll möglichst rasch und kostengünstig abgewickelt werden.

Daraus folgt, dass sich das Erbrecht in gleichem Maße aus Erbschein, notariellem Testament oder Erbvertrag ergeben kann. Welchen Nachweis Sie wählen, ist Ihnen überlassen.

Eine Beratung von einem Anwalt für Erbrecht, wie Herr Dr. Niels George, Steinplatz 2, 10623 Berlin, ist dennoch sehr ratsam. Somit können Sie sicherstellen, dass alle von Ihnen beabsichtigten Geschäfte auch wirksam sind und Sie tatsächlich keinen Erbschein benötigen.

Besprechen Sie Ihre konkrete Situation mit uns, damit wir Ihnen alle für Sie möglichen und vor allem günstigen Handlungsoptionen aufzeigen können.

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3. Wer kann einen Erbschein beantragen?

Typischerweise wird der Erbschein von dem Erben des Verstorbenen beantragt. So können ebenso einzelne Miterben, auch der Vorerbe, einen Erbschein beim zuständigen Nachlassgericht beantragen.

Im Falle der Nacherbschaft kann der Nacherbe den Erbschein jedoch erst nach Eintritt des Nacherbfalls beantragen. Ebenso können Testamentsvollstrecker, Nachlassverwalter, Nachlassinsolvenzverwalter und auch Gläubiger, die gegen den Erben zwangsvollstrecken wollen, einen Erbschein beantragen.

Eine Beantragung kann von Ihnen persönlich vorgenommen werden. Aufgrund der Komplexität dieses Vorgangs ist es jedoch möglich und ratsam, sich die Hilfe eines Anwalts hinzuzuholen.

4. Was ist ein gemeinschaftlicher Erbschein?

Der gemeinschaftliche Erbschein ist ein Erbschein für alle Mitglieder einer Erbengemeinschaft. Eine Erbengemeinschaft ist eine Rechtsform eigener Art, der mehrere Erben angehören. Sie entsteht automatisch, wenn der Erblasser nicht einen einzigen, sondern mehrere Erben benennt.

Mehrere Erben können sich laut Testament oder gesetzlicher Erbfolge herausbilden. Hierbei wird der Nachlass zum gemeinschaftlichen Vermögen aller Miterben. Daraus folgt, dass der Nachlass nur gemeinschaftlich veräußert werden kann und die Gegenstände eben nicht unter den jeweiligen Erben aufgeteilt werden.

Der gemeinschaftliche Erbschein benennt jeden Miterben und bestimmt die jeweiligen Nachlassanteile. Jeder Miterbe kann den Antrag auf Erteilung eines gemeinschaftlichen Erbscheins stellen.

Darüber hinaus besteht ebenso die Möglichkeit, einen gemeinschaftlichen Teilerbschein zu beantragen. Dieser wird erteilt, wenn nur ein Teil der Erben einer Erbengemeinschaft den Nachweis über ihr Erbrecht anfordern. Dieser Erbschein enthält dann nur die antragstellenden Erben sowie lediglich deren jeweiligen Erbanteil, also nicht die gesamte Erbschaft.

Sollten Sie Fragen haben, welche Art von Erbschein für Sie und Ihr Vorhaben günstig ist, so kontaktieren Sie uns jederzeit unter info@georgepartner.de und vereinbaren Sie einen Beratungstermin mit Ihrem Anwalt für Erbrecht, Dr. Niels George.

5. In welchen Fällen ist ein Erbschein nicht notwendig?

Prinzipiell besteht keinerlei Pflicht, das Erbrecht durch einen Erbschein nachzuweisen. Erben können grundsätzlich auch ohne die Vorlage eines Erbscheins Ansprüche aus dem Nachlass geltend machen.

Schuldner dürfen die Leistung nicht deshalb verweigern, weil ihnen kein Erbschein gezeigt wurde. Sonstige Nachweise wie öffentliche Testamente oder Erbverträge müssen im Rechtsverkehr in gleicher Weise anerkannt werden.

Demnach ist kein Erbschein notwendig, wenn ein notarielles Testament existiert oder eine wirksame Vollmacht des Erblassers, die mit dem Tod nicht endet bzw. erst mit dem Tod wirksam wird.

Der Bevollmächtigte kann in jeder erdenklichen Weise über den Nachlass verfügen, muss jedoch beachten, dass er dennoch an Weisungen aller Erben gebunden ist.

6. Wann muss man den Erbschein beantragen?

Im Grundsatz lässt sich sagen: Je schneller Sie einen Erbschein beantragen, desto besser.

Dies gilt vor dem Hintergrund, dass Sie dann schneller mit der Nachlassverwaltung beginnen können. Dennoch besteht keine Pflicht, einen Erbschein zu beantragen. Den Rechten der Erben soll im besonderen Maße Rechnung getragen werden.

Der Nachweis des Erbrechts hängt dann davon ab, ob es ein Testament oder einen Erbvertrag gibt.

Der Nachweis des Erbrechts hängt dann davon ab, ob es ein Testament oder einen Erbvertrag gibt. Wenn Sie professionelle Hilfe benötigen erreichen Sie uns unter ☎ 030 / 31 01 80 800.

Das bedeutet, dass der Nachweis über das Erbrecht zwar durch einen Erbschein erfolgen kann, jedoch der Nachweis mit Hilfe anderer Dokumente ebenso gültig ist.

Der Nachweis des Erbrechts hängt dann davon ab, ob es ein Testament oder einen Erbvertrag gibt. Außerdem kommt es darauf an, wie diese im gegebenen Fall ausgestaltet sind und wie genau sich Ihr Vorhaben gestaltet. Wichtig ist die Beantragung des Erbscheins vor allem dann, wenn der Erblasser keine Verfügung im Rahmen eines Testaments oder Erbvertrags getroffen hat.

Der Nachweis, dass jemand tatsächlich Erbe ist, kann dann nur durch den Erbschein erfolgen. Dieser stellt sozusagen ein öffentliches Dokument dar, dem Glauben geschenkt wird und mit dem die Nachlassverwaltung beginnen kann.

Durch ihn erfolgt die Legitimation gegenüber Banken, Grundbuchämtern, Versicherungen und Vermietern. In einem solchen Fall ist die Beantragung daher sehr ratsam.

7. Wie lange dauert es, einen Erbschein zu beantragen? Gibt es Fristen?

Bei der Beantragung eines Erbscheins sind keinerlei Fristen einzuhalten.

Ist der Antrag auf Erteilung eines Erbscheins abgegeben, so wird der Erbschein innerhalb einiger Wochen per Post zugesendet. Vor allem in Großstädten kann dies auch bis zu einigen Monaten dauern.

Abhängig ist die Dauer vom Einzelfall. Liegt der Bearbeitung ein Testament zugrunde, so wird eine Entscheidung des Gerichts schneller ergehen. Wenn jedoch erst alle Angaben ausführlich geprüft werden müssen und dazu noch viele Nachlassgegenstände und viele Nachweise überprüft werden müssen, dann kann dies weitaus mehr Zeit in Anspruch nehmen.

Deshalb lautet auch hier die Prämisse: Beschaffen Sie sich schnellstmöglich alle nötigen Unterlagen und reichen Sie den Antrag ein, damit Sie schneller den Erbschein erhalten und demnach auch schneller den Nachlass abwickeln können.

Benötigen Sie Beratung oder Unterstützung beim Nachlassverfahren, dann kontaktieren Sie uns unter 030/310180800. Wir stehen Ihnen während des gesamten Prozesses gerne zur Seite.

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8. Wo kann man einen Erbschein beantragen?

Zuständig für die Erteilung eines Erbscheins ist das Amtsgericht als Nachlassgericht. Örtlich zuständiges Gericht ist das Amtsgericht des letzten inländischen Aufenthaltsorts des Erblassers. Ausnahmen ergeben sich, wenn internationale Sachverhalte gegeben sind.

Der Erbschein wird von dem zuständigen Amtsgericht nach einem Ermittlungsverfahren ausgestellt. Dies geschieht durch Beschluss des Gerichts, wenn dieses der Überzeugung ist, dass alle notwendigen Voraussetzungen zur Erteilung eines solchen Erbscheins vorliegen.

Dabei beinhaltet dieser Gerichtsbeschluss die Feststellung, dass alle erforderlichen Tatsachen zur Erbscheinerteilung vorliegen. Daraufhin wird direkt der Erbschein erteilt und wirksam.

Der Richter stellt den Erbschein aus, wenn eine Verfügung des Erblassers vorliegt. Liegt jedoch weder ein Testament noch ein Erbvertrag vor, so wird der Rechtspfleger den Erbschein erteilen. Der Rechtspfleger ist der zuständige Sachbearbeiter beim Nachlassgericht. Behalten Sie den Ablauf des Verfahrens jedoch im Blickfeld: Selbst wenn ein Erbschein von einem Rechtspfleger richtig ausgestellt wurde, kann dieser eingezogen werden, wenn der Rechtspfleger seine Kompetenzen überschritten hat.

9. Wie läuft das Antragsverfahren ab?

Grundsätzlich kann ein Erbschein nur erteilt werden, wenn vorher ein Antrag hierauf gestellt wurde.

Es darf dann nicht mehr oder weniger zugesprochen werde, als beantragt wurde. Wenn durch das Gericht festgestellt wird, dass dem Antragsteller nicht mit dem beantragten, sondern mit einem anderen Inhalt ein Erbschein erteilt werden könnte, so erfolgt eine Zwischenverfügung.

Dadurch wird dem Antragsteller die Möglichkeit eingeräumt, einen neuen Antrag zu stellen. Eine andere Möglichkeit, wenn von vornherein Unklarheiten bestehen, ist auch, dass ein Hauptantrag gestellt wird. Vorsorglich kann außerdem noch ein Hilfsantrag formuliert werden. Dieser kommt zum Tragen, wenn der Hauptantrag erfolgslos bleibt.

Im Erbscheinverfahren prüft das Gericht in tatsächlicher und rechtlicher Hinsicht, ob dem Antragsteller das behauptete Erbrecht zusteht. In einen solchen Prozess werden vielerlei Beteiligte mit einbezogen.

Dazu gehören nicht nur der Antragsteller, sondern auch alle gesetzlichen Erben. Außerdem wird das Gericht diejenigen einbeziehen, die Erben aufgrund eines Testaments geworden sind. Zu guter Letzt sind auch weitere Menschen zu berücksichtigen, soweit ihr Recht am Nachlass durch das Verfahren unmittelbar betroffen wird.

Stellt sich der Erbschein als unrichtig heraus, so wird er vom Amtsgericht automatisch eingezogen.

10. Was kostet ein Antrag auf einen Erbschein?

Es werden Gebühren für das Verfahren über den Antrag auf Erbscheinerteilung sowie für die Abnahme der eidesstattlichen Versicherung verlangt. Die Kosten einer Erteilung eines Erbscheins richten sich je nach Einzelfall nach dem Nachlasswert bzw. nach dem Anteil eines Miterben, wenn ein Teilerbschein ausgestellt wird.

Möchten Sie im Vorhinein genau wissen, wie viel Sie ein solches Vorgehen kostet, so kontaktieren Sie uns gerne unter info@georgepartner.de und machen Sie einen Beratungstermin aus, in welchem Sie uns Ihre genaue Lage schildern.

11. Ich möchte das Erbe ausschlagen. Sollte ich auch dann einen Erbschein beantragen?

Wenn Sie grundsätzlich nicht als Erbe in Betracht kommen, so ist davon abzuraten, einen Antrag auf Erteilung eines Erbscheins zu stellen. Dies verursacht nur unnötig hohe Kosten, die Ihnen keinen Vorteil bringen.

Mit der Beantragung eines Erbscheins wird das Erbe offiziell angenommen. Wollen Sie also das Erbe ausschlagen, dürfen Sie in keinem Fall einen Antrag auf Erteilung eines Erbscheins stellen.

Haben Sie weitere Fragen dazu, wie sie Ihr Erbe ausschlagen, so erreichen Sie uns telefonisch unter 030/310180800. Wir stehen Ihnen gerne beratend zur Seite.

Sollten Sie bereits das Erbe ausgeschlagen haben, besteht schon gar nicht mehr die Möglichkeit, einen Antrag zu stellen.

12. Welche Dokumente brauche ich, um einen Erbschein zu beantragen?

Zu allererst muss der Antragsteller das Antragsformular auf Erteilung eines Erbscheins einreichen. Dazu benötigt er seinen Personalausweis oder Reisepass.

Wird der Erbschein vom gesetzlichen Erben beantragt, so hat dieser den Zeitpunkt des Todes des Erblassers anzugeben.

Wird der Erbschein vom gesetzlichen Erben beantragt, so hat dieser den Zeitpunkt des Todes des Erblassers anzugeben. Außerdem muss er den letzten gewöhnlichen Aufenthalt sowie die Staatsangehörigkeit des Erblassers mit entsprechenden Nachweisen nennen.   Wenn Sie professionelle Hilfe benötigen erreichen Sie uns unter ☎ 030 / 31 01 80 800.

Wird der Erbschein vom gesetzlichen Erben beantragt, so hat dieser den Zeitpunkt des Todes des Erblassers anzugeben. Außerdem muss er den letzten gewöhnlichen Aufenthalt sowie die Staatsangehörigkeit des Erblassers mit entsprechenden Nachweisen nennen.

Ebenso muss er das Verhältnis, auf dem sein Erbrecht beruht, mitteilen. Im Falle der gesetzlichen Erbfolge hat er dann eine Geburts- oder Heiratsurkunde mit einzureichen.

Weiterhin sind Informationen darüber, ob und welche Personen vorhanden sind oder vorhanden waren, durch die der Antragsteller von der Erbfolge ausgeschlossen oder sein Erbteil gemindert wird, einzureichen.

Zusätzlich hierzu muss angegeben werden, in welcher Weise eine solche Person ggf. weggefallen ist.

Auch die Informationen, ob ein Rechtsstreit über das Erbrecht anhängig ist, ob der Antragsteller die Erbschaft angenommen hat und über die vermutliche Größe seines Erbteils gehören in den Antrag.

Weiterhin ist anzugeben, ob und welche sonstigen Verfügungen des Erblassers von Todes wegen vorhanden sind. Generell erforderlich sind die Informationen des Zeitpunkts des Todes des Erblassers, des letzten gewöhnlichen Aufenthalts des Erblassers, seine Staatsangehörigkeit und ob ein Rechtsstreit über sein Erbrecht anhängig ist.

Der Antragsteller muss erklären, dass er die Erbschaft angenommen hat und wie groß sein Erbteil ist.

Hierbei hat jeder Antragsteller die Richtigkeit seiner Angaben durch eine öffentliche Urkunde nachzuweisen und ggf. vorzulegen. Ausnahmen können nur die Gerichte als solche im Einzelfall treffen.

Vor allem der Nachweis bestimmter Angaben kann sich unter Umständen als Schwierigkeit entpuppen. Daher ist es ratsam, sich der Hilfe eines Anwalts für Erbrecht zu bedienen, wie Dr. Niels George, Steinlatz 2, 10623 Berlin.

Unser Team steht Ihnen gerne von der Antragstellung zur Erteilung eines Erbscheins bis hin zur Nachlassabwicklung unterstützend zur Seite. Erreichen können Sie uns unter info@georgepartner.de.

13. Kann ich den Erbschein selbst beantragen oder brauche ich dafür einen Anwalt oder Notar?

Prinzipiell kann jeder Erbe einen Antrag auf Erteilung eines Erbscheins selber beim zuständigen Gericht einreichen.

Einige Angaben im Antrag müssen jedoch durch bestimmte öffentliche Urkunden nachgewiesen werden. Im Allgemeinen hat der Antragsteller zu seinen Angaben, die das angebliche Erbrecht begründen sollen, vor Gericht oder einem Notar an Eides Statt zu versichern, dass ihm nichts bekannt ist, was der Richtigkeit seiner Angaben entgegensteht.

Der Antrag bedarf also in jedem Fall einer Beurkundung, damit er überhaupt wirksam wird.

Auch kann das Verfahren in einigen Phasen durchaus kompliziert werden, wobei Ihnen die Beratung durch einen Anwalt für Erbrecht, wie Dr. Niels George, das Verfahren erleichtern wird.

Nachdem Sie den Erbschein beantragt und erhalten haben, stellt sich oft die Frage, wie genau es nun weiter geht. Benötigen Sie Unterstützung bei der Abwicklung der Nachlassverwaltung, kontaktieren Sie uns gerne unter info@georgepartner.de und vereinbaren Sie einen Beratungstermin. Unser Team steht Ihnen während des gesamten Vorgangs gerne zur Seite.

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2018-10-29T10:32:35+00:00 Von |Erbrecht|

Über den Autor:

Dr. Niels George ist erfahrener Fachanwalt für Handels- und Gesellschaftsrecht sowie für Steuerrecht. Außerdem ist er Anwalt für Erbrecht. Die Kanzlei George und Partner unterstützt und begleitet ihre Mandanten in all Ihren Stadien als Geschäftsführer und Gesellschafter.

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