Die Unternehmensnachfolge 2018-04-09T12:09:52+00:00

Die Unternehmensnachfolge

Die Unternehmensnachfolge ist für viele Unternehmer ein sensibles Thema, mit welchem sich jedoch jedes mittelständische Unternehmen befassen sollte. Als Anwälte und Fachanwalt für Gesellschaftsrecht und Steuerrecht gestalten und planen wir gemeinsam mit Ihnen die Nachfolge und den Nachfolgeprozess in Ihrem Unternehmen.

Gerne beraten wir Sie zu folgenden Themen:

  • Vermögens- und Unternehmensnachfolge
  • Unternehmensverkauf (Garantieklauseln, Vertragsstrafen)
  • Gründung eines Beirats und Tätigkeit als Of Counsel
  • Unternehmertestament und Erbvertrag
  • Fortsetzung einer Gesellschaft mit den Erben (Fortsetzungsklauseln, einfache und qualifizierte Nachfolgeklauseln im Gesellschaftsvertrag)
  • Erbstreit, Streitigkeiten der Erben untereinander

Inhalte dieser Seite

1. Welche Möglichkeiten zur Unternehmensnachfolge gibt es?

Unternehmensnachfolge ist der Übergang des Eigentums an einem Betrieb und hiermit auch der Übergang der damit verbundenen Leitungsmacht an dem Betrieb. Ein solcher Übergang kann entweder innerhalb oder außerhalb der Familie erfolgen. Letztendlich findet immer ein personeller Wechsel des Unternehmensinhabers statt.

Grundsätzlich können Sie selber bestimmen, wie die Nachfolge Ihres Unternehmens auszusehen hat. Das unternehmerische Vermögen kann durch Schenkung, Erbschaft, Stiftung, Verkauf oder Trennung von Eigentum und Geschäftsführung erfolgen. Treffen Sie keine Wahl, so gehen Ihre Unternehmensanteile nach Ihrem Tode im Wege der Vererbung durch die gesetzlich geregelte Erbfolge auf Ihre Angehörigen oder den Staat über.

Benötigen Sie rechtlichen Beistand bei der Unternehmensnachfolge?

Benötigen Sie rechtlichen Beistand bei der Unternehmensnachfolge? Rufen Sie uns an unter 030 31 01 80 800.

Ist Ihr Betrieb in Form einer personalistischen GbR organisiert, so löst diese sich bei Tod oder Kündigung eines Gesellschafters auf.

Ist Ihr Unternehmen profitabel und wollen die anderen Gesellschafter dieses weiterführen, so müssen Sie tätig werden!

Ihr Fachanwalt für Gesellschaftsrecht, Dr. Niels George, hilft Ihnen dabei im Rahmen des Gesellschaftsvertrages, eine Fortsetzungsklausel einzuführen oder darüberhinausgehende Regelungen zu treffen.

Hierfür gibt es verschiedene Möglichkeiten. Einerseits können Sie eine Eintrittsklausel im Gesellschaftsvertrag festlegen, durch welche ein Dritter, ein Nicht- oder ein Mitgesellschafter das Recht erhält, durch Erklärung in die Gesellschafterstellung des Verstorbenen zu treten.

Die verbliebenen Gesellschafter sind dann verpflichtet, mit dem Eintrittsberechtigten einen Aufnahmevertrag zu schließen.

Eine reine Fortsetzungsklausel führt dazu, dass der verstorbene Gesellschafter ausscheidet und den Erben lediglich ein Abfindungsanspruch zusteht. Dies auch nur dann, wenn der Gesellschaftsvertrag einen Abfindungsanspruch nicht vollständig ausschließt. Dies würde bedeuten, dass Ihre Gesellschafterstellung untergeht und von einer Nachfolge wohl kaum gesprochen werden kann.

Deshalb besteht die Möglichkeit eine Nachfolgeklausel einzufügen. Dadurch erfolgt automatisch die Nachfolge eines Dritten in die Gesellschafterstellung des Verstorbenen. Eine solche Klausel kann erbrechtlich oder rechtsgeschäftlich ausgestaltet sein. Aufgrund einer einfachen erbrechtlichen Nachfolgeklausel werden alle Erben jeweils einzeln Gesellschafter. Zwischen ihnen wird der Anteil, der dem des Erblasser entspricht, entsprechend aufgeteilt.

Das wird nicht immer Ihren Interessen entsprechen. Schließlich ist nicht jeder Erbe geeignet, ein Unternehmen zu führen. Im Falle mehrerer Erben kann sich der Gesellschafterbestand erheblich erhöhen und gar der Tätigkeit der Gesellschaft widersprechen.

Eine weitere Möglichkeit ist daher eine qualifizierte erbrechtliche Nachfolgeklausel, durch welche nur bestimmte Erben Ihre Gesellschafterstellung übernehmen. Wer nachfolgeberechtigt sein soll, kann durch Kriterien im Gesellschaftsvertrag oder nach Ihrem Belieben bestimmt werden. Problematisch kann hierbei jedoch sein, dass die gesellschaftsvertraglich vorgesehene Person nicht Erbe wird. Dies ist jedoch kein Grund zur Sorge.

Kontaktieren Sie uns unter 030/310180800. Wir werden Ihren Gesellschaftsvertrag gründlich prüfen und verschiedene Deutungsmöglichkeiten offenlegen. Auch hierfür können wir Lösungen finden.

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Anders als bei der GbR verhält es sich bei einer OHG. Hier besteht die Gesellschaft nach Austritt oder Tod eines Gesellschafters grundsätzlich fort. Vergessen Sie jedoch nicht, Ihr Ausscheiden ins Handelsregister eintragen zu lassen! Ansonsten können Sie von Gläubigern weiterhin in Anspruch genommen werden und haften weiterhin für die Gesellschaftsverbindlichkeiten.

Eine einfache erbrechtliche Nachfolgeklausel ist auch bei einer OHG möglich. Der Erbe wird entweder Gesellschafter oder kann eine Erklärung abgeben, um aus der Gesellschaft auszuscheiden und sodann einen Abfindungsanspruch geltend zu machen. Bedenken Sie jedoch: Nehmen Sie dieses Erbe an, so haften Sie ebenfalls für alle bis zum Erbfall begründeten Gesellschaftsschulden persönlich.

Vor Ihrer Entscheidung ist es daher ratsam, den Rat eines Anwalts für Gesellschafts- und Erbrecht einzuholen. Eine gründliche Informationsbeschaffung vor Ihrer Entscheidung sollte nicht unterbleiben.

Dasselbe gilt für eine Kommanditgesellschaft. Besonderheit hierbei ist jedoch, dass beim Tod eines beschränkt haftenden Gesellschafters die Gesellschaft, wenn nichts anderes vertraglich vereinbart ist, mit den Erben automatisch fortgesetzt wird.

Prinzipiell besteht für alle Gesellschaftsformen die Möglichkeit der Einführung einer rechtsgeschäftlichen bzw. gesellschaftsrechtlichen Nachfolgeklausel. Eine solche Nachfolge muss jedoch mit dem Dritten vereinbart werden. Der Dritte rückt aufgrund einer Regelung im Gesellschaftsvertrag automatisch in die Gesellschafterstellung des Verstorbenen ein. Behalten Sie dabei im Hinterkopf: Mit einer Gesellschafterstellung sind immer Pflichten verbunden.

Anteile einer Aktiengesellschaft sind unproblematisch vererbbar oder veräußerbar.

Der Geschäftsanteil einer GmbH ist prinzipiell auch vererbbar. Sonstige Miterben können die Rechte des Gesellschafters nur gemeinschaftlich ausüben. In der Satzung der GmbH kann außerdem ein bestimmter Kreis der nachfolgeberechtigten Personen in einer Nachfolgeklausel, Abtretung oder Einziehung von Anteilen, die auf nichtnachfolgeberechtigte Personen übergegangen sind, und die Abfindung nicht nachfolgeberechtigter Personen geregelt werden.

Achten Sie darauf, Ihren Nachfolger frühzeitig in die Führung des Unternehmens einzubeziehen und heranzuführen. Alternativ ist es sinnvoll, beispielsweise in der GmbH ein zusätzliches Gremium zu errichten, welches jederzeit kurzfristig dazu in der Lage ist, einen Geschäftsführer zu bestellen.

Die Auswahl der Nachfolge in der Geschäftsführung ist wichtig und anspruchsvoll, denn die Geschäftsführung  ist verantwortlich für Erfolg und Misserfolg eines Unternehmens. Deshalb kann hier die Einführung eines Beirats sehr hilfreich sein. Der Beirat kann zur Versachlichung von Entscheidungen beitragen und für Kontinuität in der Unternehmensführung sorgen.

Ihr Geschäftsanteil bzw. Ihr Einzelunternehmen kann aufgrund gesetzlicher Erbfolge oder aufgrund Ihres letzten Willens übergehen. Dabei raten wir Ihnen, ein Testament zu erstellen. Nur so wird es Ihnen möglich sein, selbst zu entscheiden, wer die Geschäftsführung übernehmen soll. Vorteil hieran ist, dass der Unternehmensnachfolger sofort mit dem Erbfall Eigentümer des Betriebsvermögens wird.

Auf diese Weise können Kosten gespart werden, da es keiner weiteren Übertragungsakte bedarf. Gefahren können sich aus dem sog. Pflichtteilsrecht ergeben. Ihre Pflichtteilserben haben Anspruch auf eine wertmäßige Beteiligung an Ihrem Unternehmen. In einer Konstellation, in der es mehrere Erben und dadurch mehrere Pflichtteilsansprüche gibt, hat der einzelne Unternehmenserbe diesen Verpflichtungen nachzukommen.

Ein Problem ergibt sich dann, wenn es diesem Erben nicht möglich ist, alle Ansprüche mit seinem Privatvermögen zu begleichen und auch nicht mit dem Vermögen des Unternehmens. Er müsste wahrscheinlich sogar Teile dieses Unternehmens verkaufen oder ggf. den gesamten Betrieb. Dazu kann die Erbschaftsteuer kommen, die unter Umständen sehr hoch ausfallen kann.

Es gibt sehr viele verschiedene Möglichkeiten, ein Testament auszugestalten und somit verschiedene Rechtsfolgen hervorzurufen. Gerade im Falle mehrerer Erben ist es ungemein wichtig, sich richtig beraten zu lassen. Wer soll was und wie viel erhalten? Wie soll die Situation nach Ihrem Tod genau aussehen?

Kontaktieren sie uns unter info@georgepartner.de und vereinbaren Sie einen Beratungstermin. Ihr Fachanwalt für Erbrecht, Dr. Niels George, stellt Ihnen verschiedene Modelle der Testamentsausgestaltung und darüberhinausgehende Lösungen vor.

Im Ermessen des Unternehmenseigners liegt es, das Unternehmen zu verschenken. Hierfür gibt es jedoch einige rechtliche Rahmenbedingungen. So können auch hier Pflichtteilsergänzungsansprüche geltend gemacht werden, eine Schenkungsteuer muss ebenso berücksichtigt werden.

Dieser Weg scheint ein einfacher zu sein, um das Unternehmen auf Familienangehörige zu übertragen, die fähig und willens sind, Ihr Unternehmen in Zukunft erfolgreich zu führen. Wollen Sie Ihr Unternehmen schon vor Ihrem Tod in den Händen Ihrer Familienmitglieder wissen, so wählen Sie den Vorgang der Schenkung. Vorteil hierbei ist, dass Sie somit noch die Chance haben, Ihrem Nachfolger beratend zur Seite zu stehen.

Weitere Möglichkeit ist, Ihren Betrieb an bereits bestehende Stiftungen zu übertragen oder eine eigene Stiftung zu errichten. Hier sind keine Anteilseigner beteiligt. Eine Stiftung ist eine rechtsfähige Organisation privaten Rechts, welche mit Hilfe ihrer Satzung einen festgelegten Zweck verfolgt. Somit können Sie verhindern, dass nachfolgende Familienmitglieder aus Ungewissheit oder aufgrund von Streitigkeiten untereinander die Zerschlagung des Betriebs nach Ihren Ableben vornähmen.

Befindet sich in Ihrer Familie kein geeigneter Unternehmensnachfolger oder wollen Sie schlicht vor Ihrem Tode sicher gehen, welchen Verlauf Ihre Unternehmenstätigkeit nehmen wird, so haben Sie die Möglichkeit, Ihren Betrieb zu verkaufen.

Dies kann entweder dadurch erfolgen, dass einzelne Wirtschaftsgüter des Unternehmens von dem alten auf den neuen Rechtsträger überführt werden oder durch Kauf- oder Übernahmevertrag über die gesellschaftsrechtliche Beteiligung.

Es kann durchaus sehr schwierig sein für sich die beste Lösung finden. Welche Möglichkeit der Unternehmensnachfolge für Sie am besten geeignet ist hängt von dem individuellen Betrieb als solchem ab. Von Ihrem Vorstellungen und Wünschen.

Um alle Vor- und Nachteile Ihres konkreten Einzelfalls genau abzuwägen und somit die für Sie am sinnvollsten Strategie der Unternehmensnachfolge zu entwickeln, kontaktieren Sie Dr. Niels George, Fachanwalt für Gesellschaftsrecht unter info@georgepartner.de.

2. Wie läuft eine Unternehmensnachfolge ab?

Die Unternehmensnachfolge lässt sich in verschiedenen Stadien aufteilen. Zuerst erfolgt eine Vorbereitung zur Unternehmensnachfolge, sodann beginnt die Nachfolgeplanung, die Erstellung eines Nachfolgekonzeptes und eines Nachfolgefahrplans, um letztlich diese Pläne umzusetzen.

Jedoch ist jedes Unternehmen von der Gefahren der Krankheit oder des Unfalls betroffen. Deshalb ist ein Notfallplan unerlässlich. Unabhängig von der konkreten Planung einer Unternehmensnachfolge hat jedes Unternehmen einen solchen Plan aufzustellen, sodass es jederzeit handlungsfähig und betriebsbereit ist.

Haben Sie Fragen zur Unternehmensnachfolge?

Haben Sie Fragen zur Unternehmensnachfolge? Dann rufen Sie uns an unter 030 31 01 80 800.

In der Vorbereitung werden Chancen und Risiken einer Unternehmensnachfolge abgewogen.

Es erfolgt eine Analyse der Ausgangssituation des Betriebs und seines Inhabers, um Ziele, welche die Nachfolge verwirklichen sollen festzulegen.

Welche unternehmerischen Ziele sollen während des Wechselns und welche persönlichen Ziele sollen nach der Übergabe verwirklicht werden?

Hier hat eine Prüfung zu erfolgen, ob der anvisierte Nachfolger die Anforderungen des Unternehmens sowohl in fachlicher als auch in kaufmännischer Hinsicht erfüllt.

Ansonsten sollte sich hier Gedanken darüber gemacht werden, ob man in Fortbildungsmaßnahmen investieren möchte.

Gegenüber dem Nachfolger muss die künftige Arbeit im Unternehmen realistisch vermittelt werden. Unehrlichkeit nützt in dieser Situation niemandem etwas. In der Vorbereitungsphase muss untersucht werden, ob das Unternehmen überhaupt übergabefähig ist. Welcher Liquiditätsbedarf besteht während der Übergabe, ist mit der Kooperation und nötigen Kompetenz der Mitarbeiter zu rechnen, sind bereits alle wichtigen Informationen und Abläufe für den Nachfolger dokumentiert?

Die Nachfolgeplanung umfasst die Bestandsaufnahme des Unternehmens einerseits und das Erstellen einer Nachfolgestrategie andererseits. Hier muss der Entschluss über klare Ziele und die Zukunftsvorsorge des bisherigen Unternehmensinhabers gefasst werden.

Es wird ein klares Bild des Ist-Zustands des Unternehmens erstellt, um darauf aufbauend eine Vorstellung des Soll-Zustands zu entwickeln. Hier wird geklärt, welche Person in welchem Umfang wann das Vermögen des Unternehmens erhalten soll und wer die Führungsverantwortung in welchem Maße übernimmt.

Unterschätzen Sie hierbei nicht die emotionalen Bedürfnisse der einzelnen Mitwirkenden. Der Nachfolger muss nun ausgewählt und eingearbeitet werden. Der Werdegang des Betriebs nach der Übergabe muss geplant werden.

Außerdem muss diese Planung allen wichtigen am Unternehmen beteiligten Personen mitgeteilt werden und die Rolle des Übergebers muss klar definiert werden. Er sollte sein Unternehmen unter für ihn akzeptablen Bedingungen verlassen dürfen. Auch ist eine gewisse Unterstützung für die Zeit nach der Übergabe wichtig. In diesem Rahmen hat dann ggf. auch die Nachlassplanung zu erfolgen.

Ihr Fachanwalt für Erbrecht, Dr. Niels George, Steinplatz 2, 10623 Berlin, steht Ihnen hierbei gerne zur Verfügung. Wir unterstützen Sie bei Ihrer erbrechtlichen Absicherung durch Errichtung eines Testaments. Wir zeigen Ihnen alle denkbaren Maßnahmen auf, um die von Ihnen gewünschte Situation herbeizuführen.

Dabei sollten Störfaktoren ausgeschaltet werden, mithin müssen Gesellschaftsverträge geändert werden, damit sich Ihr letzter Wille realisieren kann. Mit unserer Hilfe lässt sich Ihr Nachlass strukturieren, sodass dieser ohne nennenswerte tatsächliche oder rechtliche Schwierigkeiten auf den Unternehmensnachfolger übergeleitet werden kann.

Bedenken Sie jedoch immer die Möglichkeit einer lebzeitigen Übertragung Ihres Unternehmens! Und halten Sie bereits frühzeitig die Augen offen. Vielleicht befindet sich ein geeigneter Unternehmensnachfolger bereits in Ihrem Betrieb. Dieser wäre dann bereits mit der Unternehmensstruktur, der Arbeitsweise und den dort beschäftigten Personen vertraut.

Im Nachfolgekonzept wird die Übergabe von Führungsverantwortung und -vermögen dargestellt. Hier müssen die Interessen und Vorstellungen aller Beteiligten miteinander in Einklang gebracht werden. Wurde vorher bereits die Rolle des Übergebers während und nach der Übergabe festgelegt, so wird diese Phase reibungslos ablaufen.

Der Nachfolgefahrplan stellt ein Maßnahmenkatalog dar, der von Übergeber und Nachfolger gemeinsam erarbeitet wurde, um die Unternehmensnachfolge umstandslos ablaufen zu lassen. Hierbei muss eine Zeitplanung für den Nachfolgeprozess klar definiert werden. Erforderlich ist hierbei eine genaue Auseinandersetzung mit den Faktoren Ihres Einzelfalls. Was ist nötig, um eine geordnete und erfolgsversprechende Unternehmensnachfolge von statten zu bringen?

Wenden Sie sich gern an das Team von George & Partner mbB. Wir sind spezialisiert auf gesellschaftsrechtliche Fragestellungen wie diese. Gemeinsam lassen sich Maßnahmen feststellen, die sowohl den Interessen des ursprünglichen als auch des künftigen Unternehmensführers entsprechen.

Am Ende muss die aufgestellte Planung umgesetzt werden. Um sich hierbei rechtlich abzusichern, sollten Sie all Ihre Überlegungen mit einem Fachanwalt für Gesellschaftsrecht besprechen, Dr. Niels George, erreichbar unter 030/310180800.

Erfahren Sie hier mehr zum Ablauf der Unternehmensnachfolge.

3. Wann sollte ich mich um die Unternehmensnachfolge kümmern?

Der Prämisse lautet hier: Planbarkeit ist ein Erfolgsfaktor!

Die Gefahr, dass plötzlich ein Geschäftsführer schwer krank wird, einen Unfall hat oder verstirbt besteht immer und lässt sich nicht ausschließen. Daher ist es vom größten Vorteil bereits ab dem 1. Tag Ihrer Unternehmenstätigkeit einen Notfallplan zu erstellen, in dem geregelt ist, wer die Geschäfte übernimmt bis eine ernsthafte Lösung gefunden wurde.

Mit der Auswahl eines Unternehmensnachfolgers hängt das Schicksal Ihres Betriebs ab, damit auch die Erhaltung von Arbeitsplätzen. Ein präziser Plan, wer wann die Geschäfte des Unternehmens führen soll muss daher so früh wie möglich geschmiedet werden. Haben Sie Kinder, so wissen Sie im Vorhinein nicht, ob diese später geeignet oder überhaupt willens sind Ihr Unternehmen zu übernehmen.

Treffen sie daher Entscheidungen im Rahmen der Testamentserstellung oder durch gesellschaftsrechtliche oder vertragliche Regelungen, wer Unternehmensnachfolger werden soll. Sie können mit Hilfe dessen ebenso Voraussetzungen aufstellen, wer zu welchem Zeitpunkt unter welchen Bedingungen das Unternehmen übernehmen soll oder unter welchen Umständen eine wie gestaltete Übergangslösung eintritt.

Hauptsache ist jedoch, Sie treffen eine in Ihrem Interesse stehende Regelung. Hierbei wird die Bedeutung des Testaments häufig verkannt. Denn eine gesetzliche Erbfolge, welche die Ehegatten und Kinder in einem adäquaten Verhältnis begünstigt beachtet nicht sämtliche Faktoren. Die Kinder eines Unternehmers können ebenso plötzlich sterben. Es lässt sich niemals genau vorhersehen, wer zum Zeitpunkt des Todes des Gesellschafters tatsächlich in welchem Umfang erben wird.

Liegt es wirklich in Ihren Interesse, dass Ihr Lebenswerk nun von verschiedenen Erben gemeinsam geführt werden soll. Einstimmige Beschlüsse lassen sich selten fassen, noch schlimmer wäre es, wenn ihre GmbH führungslos dasteht. Nicht geeignete Personen sollte daher von vornherein die Unternehmensführung verwehrt bleiben.

Das Team von George & Partner mbB steht Ihnen hierbei gerne zur Verfügung. Mit unserer Hilfe gelingt es Ihnen Entscheidungen für die Zukunft Ihres Unternehmens zu treffen, die Ihre Interessen genau widerspiegeln. Wir stellen Ihnen die hierfür am besten geeigneten Mittel vor.

4. Was sind typische Probleme bei der Unternehmensnachfolge?

Problematisch bei der Unternehmensnachfolge kann immer sein, dass viele gesetzliche Regelungen missachtet oder übersehen werden und dadurch Folgen eintreten, die man so niemals gewollt hätte. Daher ist es von großer Wichtigkeit, die richtigen Mittel zu wählen, um das gewollte Ziel tatsächlich zu erreichen.

Bedenken Sie, dass bei Übergang eines Unternehmens durch Erbfolge auch die Altverbindlichkeiten auf den Erben übergeben. Dieser hat nur unter ganz bestimmten Voraussetzungen die Möglichkeit, sich hiervor zu schützen. Das Problem bei mehreren Erben ist, dass das Unternehmen nun durch die Erbengemeinschaft fortgeführt wird. Besonders handlungsfähig ist eine solche Unternehmensleitung nicht.

Deshalb muss genau überlegt werden, wann eine solche Fallkonstellation eintritt und ob diese wirklich gewünscht ist. Man sollte sich daher immer den schlimmsten Fall vorstellen. Auch Ehen können brechen. Jede mögliche Fallkonstellation sollte bedacht werden und vor Eintritt des Problems am besten schon gelöst worden sein. So sollte beispielsweise ein notarieller Ehevertrag geschlossen werden oder eine modifizierte Zugewinngemeinschaft gebildet werden, wenn einer der Partner ein Unternehmen führt.

Suchen Sie einen Nachfolger für Ihr Unternehmen und wünschen eine rechtliche Beratung?

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Der Vorteil an einer vorweggenommenen Erbfolge durch Verkauf oder Ähnlichem ist, dass hierdurch erbrechtliche Klarheit entsteht.

Die Versorgung des Veräußerers ist gesichert und eine Existenzhilfe für den Übernehmer wird geschaffen.

Dem Konflikt zwischen übrigen Gesellschaftern, welche mit der Erbfolge nicht einverstanden sind, und Erben kann hiermit entgegengewirkt werden.

Wir schlagen Ihnen vor, selbständig die Unternehmenskontinuität zu sichern.

Wenn Sie Ihr Unternehmen jemanden übertragen wollen, so übergeben Sie das gesamte Betriebsvermögen. Achten Sie darauf, ob Ihr Nachfolger qualifiziert genug ist. Nichts ist ärgerlicher, als wenn Sie annehmen, den richtigen Nachfolger gefunden zu haben, der dann die notwendigen öffentlich-rechtlichen Anforderungen nicht erfüllt, weil er beispielsweise keine Erlaubnis für ein bestimmtes Gewerbe vorweisen kann.

Sorgen Sie für genügend Liquidität im Unternehmen und Pflichtteilskürzungen. Vermeiden Sie unbedingt unvorhergesehene Überraschungen. Informieren Sie sich deshalb gründlich bei einem Fachanwalt für Gesellschaftsrecht und treffen Sie dementsprechende Maßnahmen. Regeln Sie vor Übergabe eine eventuelle  betriebliche Altersvorsorge für den Übergeber oder die Abfindung von Geschwistern, welche das Unternehmen nicht übernehmen sollen, sodass diese auf Ihren Pflichtteil verzichten.

Dadurch lassen sich langwierige Streitigkeiten nach dem Tod des Übergebers mit schwierigen Bewertungsproblemen vermeiden. Eine Lösung kann in diesem Zusammenhang auch der Abschluss eines Erbvertrags darstellen. Bei einem solchen müssen alle Beteiligten zugestimmt haben, sodass nachträglichen Streitigkeiten entgegengewirkt wird. Der erbrechtliche Unternehmensnachfolger kann sich sodann sofort auf die Unternehmensübernahme und Fortführung des Unternehmens konzentrieren.

Weiterhin kann es im Rahmen des Unternehmenskaufs zu Leistungsstörungen oder zu Gewährleistungsfällen kommen. Diese Themengebiete sind höchst komplex und abhängig vom Einzelfall. Ein Fachanwalt, der Ihnen auch nach der Unternehmensübernahme vertrauensvoll zur Seite steht, ist daher von großem Vorteil.

Prüfen Sie frühzeitig, in welchem Umfang der Erwerber zu haften hat, womit er haftet, ob eine Haftung abdingbar ist und wie ein ggf. verbleibendes Haftungsrisiko über die Gestaltung des Kaufpreises evtl. abgegolten werden kann. Schließlich dürfen Emotionen dem Vorgang der Unternehmensnachfolge nicht im Wege stehen. Solche können sogar dazu führen, dass Banken, Lieferanten, Investoren und Geschäftspartner misstrauisch werden.

5. Welche Rolle spielen Börsen zur Unternehmensnachfolge?

Nexxt-change ist eine Unternehmensnachfolgebörse. Dies ist eine Internetplattform des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie und der KfW in Kooperation mit dem Deutschen Industrie- und Handelskammertag, dem Zentralverband des Deutschen Handwerks, dem Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken und dem Deutschen Sparkassen- und Giroverband in Zusammenarbeit mit den Partnern der Aktion “nexxt“

Durch diese Börse sollen nachfolgeinteressierte Unternehmen und Existenzgründer zusammengebracht werden. Es können selbst Inserate eingestellt und hiernach gesucht werden. Hier wird ein gesamtes Grundkonzept zur Unternehmensübernahme oder -verkauf vorgestellt.

Hier werden darüber hinaus Partner vorgestellt, die bei der Finanzierung und Planung helfen. Diese unterstützen bei der Veröffentlichung von Inseraten und vermitteln den Kontakt zwischen den Nutzern. Hier lassen sich ebenfalls viele Erfahrungsberichte finden, die zur Orientierung gut geeignet sind.

6. Ich möchte ein Unternehmen erwerben. Worauf muss ich unbedingt achten?

Der Nachfolger eines bereits bestehenden Unternehmens hat den Vorteil, dass er bereits vom ersten Tag an Umsatz macht, das Unternehmen ist bereits am Markt etabliert und seine Mitarbeiter sind eingebarbeitet.

Die Hauptfrage, die Sie sich stellen sollten, lautet daher: Was für ein Unternehmen suche ich?

Das Unternehmen sollten zu Ihnen passen und genauso umgekehrt. Machen Sie sich daher vor der Übernahme bewusst, ob Sie alle Zulassungsvoraussetzungen erfüllen, die zur Führung eines solchen Betriebs notwendig sind. Sind Sie in dieser Branche tatsächlich richtig? Anhand Ihrer persönlichen unternehmerischen Fähigkeiten sollten Sie die Größe des gesuchten Unternehmens bestimmen.

Sie müssen in der Lage sein, die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens zu gewährleisten, die Arbeitsplätze zu sichern, die bestehenden Kunden weiterhin zufrieden zu stellen und auch neue Kunden hinzuzugewinnen. Sinnvoll ist es an dieser Stelle einen Businessplan zu erstellen und kurz-, mittel- und langfristige Ziele festzuschreiben.

Begrenzen Sie Ihre Suche, indem Sie von vornherein festlegen, ob Sie ein Unternehmen nah an Ihrem Wohnsitz suchen oder in einer anderen bestimmten Gegend. Klären Sie vorher genau ab, wie viel Budget Ihnen zur Verfügung steht, denn der Kapitalbedarf wird häufig unterschätzt. Informieren Sie sich daher über Fremdkapitalmöglichkeiten und die Ihnen zur Verfügung stehenden Sicherheiten. Suchen können Sie über Inserate in Tageszeitungen und Kammerzeitschriften sowie mit Hilfe spezieller Firmenmakler.

Haben Sie ein passendes Unternehmen gefunden, so klären Sie mit Ihrem Berater die rechtlichen, steuerrechtlichen und betriebswirtschaftlichen Rahmenbedingungen der Unternehmensnachfolge.

Hierbei sollten Sie sich vor allem einen Überblick über die rechtlichen und wirtschaftlichen Verhältnisse des Unternehmens verschaffen. Prüfen Sie die Risiken und alle kaufpreisrelevanten Faktoren. Dazu zählen die Ertragsstärke, die Qualität der Mitarbeiter, der Marktanteil und die Bedeutung der Wettbewerber des Unternehmens. Nahezu immer besteht eine asymmetrische Informationsverteilung. Denn Gründer stellen ihr Lebenswerk meist positiver dar als es tatsächlich ist.

Je mehr Recherche Ihrerseits, desto sicherer können Sie sicher sein, einen guten Deal zu machen. Andernfalls kann es durchaus vorkommen, dass Sie haften müssen für nicht eingezahlte GmbH-Anteile, gegenüber Altgläubigern, für betriebliche Steuerschulden, für Löhne und Gehälter oder für Garantieleistungen. Durch eine Prüfung des Kaufpreisangebots von externen Gutachtern stellen Sie sicher, dass Sie für einen realistischen Unternehmenswert zahlen.

Bezüglich der genauen Ausformulierung eines Übernahmevertrags, d.h. den darin enthaltenen Zahlungsmodalitäten, Garantien und Wettbewerbsbeschränkungen zulasten des Verkäufers steht Ihnen das Team von George & Partner mbB stets zur Seite.

Kontaktieren Sie uns unter 030/310180800 und machen Sie einen Beratungstermin aus. Vertragsgestaltung ist wichtig und hat korrekt zu erfolgen Ansonsten können Ihnen und Ihrer frisch erworbenen Unternehmenstätigkeit schnell große Steine in den Weg gelegt werden. Gerne begleiten wir Sie während der gesamten Übernahmephase.

Eine externe Beratung kann an jeder Stelle des Verfahrens von großem Nutzen sein. Oft stehen einem persönliche Emotionen im Wege und eine objektive Begutachtung ist nicht möglich.

7. Wie kann mir ein Anwalt bei der Unternehmensnachfolge helfen?

Wie Ihnen Dr. Niels George, Ihr Fachanwalt für Gesellschaftsrecht und Anwalt für Erbrecht, Sie bei Ihrer Unternehmensnachfolge unterstützen kann, haben wir an an Beispielen bereits dargestellt.

Da Sachverhalte und Vereinbarungen von Nichtjuristen oft anders verstanden und gedeutet werden, als es der tatsächlichen Rechtslage entspricht, sollten Sie sich unbedingt von einem spezialisierten Anwalt unterstützten lassen. Wir helfen Ihnen dabei, Klauseln und Verträge so auszuformulieren, dass die Rechtsfolge diejenige ist, die Ihren Interessen entspricht und unerwünschte Nebeneffekte wie erhebliche Steuern oder Geltendmachung von Pflichtteilsansprüchen vermieden werden.

Wichtig ist darüber hinaus, dass Sie sich von Ihrem Anwalt des Vertrauens stets auf dem Laufenden halten lassen. Gesetz und Rechtsprechung ändern sich stetig, sodass eine einmal geregelte Unternehmensnachfolge nicht in alle Ewigkeit ausreichend ist. Ebenso können sich der Wert des Unternehmens oder Ihre persönlichen Beziehungen ändern. Dies macht es erforderlich, dass Sie Ihr Testament regelmäßig überprüfen und es ggf. mit dem Gesellschaftsvertrag abstimmen.

Im Alleingang kann oft einiges schief gehen. Übereilte, standardisierte oder gar fehlende Lösungen bringen immer nachteilige Folgen mit sich. Sie entsprechen niemals der Einzelfallsituation Ihres Unternehmens. Eine individuelle, frühzeitige und gut durchdachte Planung ist daher das A und O der Unternehmensnachfolge.

Die Kanzlei von George & Partner mbB begleitet Sie beim gesamten Prozess der Unternehmensnachfolge. Sowohl in rechtlicher Hinsicht als auch beim Kauf oder Verkauf Ihres Betriebs und bei Ihrer Strategieplanung sind wir an Ihrer Seite.

8. Die IHK zum Thema Unternehmensnachfolge

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